WWWWWWW-TTTTTTT-BBBBBBB, Forza WTB!

Mit aus dem Fußball entliehenen Fangesängen wurden die Werdener Leistungsmannschaften im Kampf gegen den Abstieg in ihren Relegationsspielen angefeuert. Die WTB Damen kamen auch deswegen zwei Mal bravourös zurück. Die 1. Herren muss hingegen den Gang in die Bezirksliga antreten.

Am Samstag Nachmittag traten die Werdener Damen gegen VC Borbeck V in heimischer Halle vor einer beeindruckenden Kulisse an. Doch der WTB fand nicht in das Spiel und konnte den Vorteil des Heimrechts zunächst nicht nutzen. Mit 22:25 verlor man einen eng gefßhrten Satz knapp. Im zweiten Durchgang zogen die jungen Borbeckerinnen frßh davon. Zwar konnte das Team den Rßckstand beim 19:25 noch einmal verringern, lag nun allerdings mit 0:2 zurßck. Doch nun konnte der WTB Druck aufbauen, die Aufschläge vor allem von Lisa Portmann setzten dem Gegner zu, so dass ein klarer 25:13 Erfolg zu Buche stand. Der vierte Satz war eng, doch die Werdenerinnen konnten einen knappen Vorsprung bis zum 25:18 Erfolg halten. Der von den Zuschauern geforderte Tie-Break war erreicht. Dieser war an Spannung nicht zu ßberbieten. Erst nach einem abgewehrten Matchball konnte das Team mit 16:14 gewinnen.

Lisa Portmann im Angriff fĂźr den WTB
Lisa Portmann im Angriff fĂźr den WTB

Damit blieb für das entscheidende Spiel gegen VSG Dinslaken Hiesfeld alles offen. Mit einem Sieg wäre dem WTB ein weiteres Jahr in der Bezirksliga sicher. Trotz Auswärtsspiel und nur einer Handvoll mitgereister Fans, fand die Mannschaft schneller zu ihrem Spiel. Druckvolle Aufschläge und ein starkes Angriffsspiel brachten zwei 25:14 und 25:18 Erfolge. Vor allem Judith Heubach und Nicole Beckmann kamen über ihr Außenpositionen immer wieder zu ungefährdeten Punkten. Erst im dritten Satz verlor das Team etwas den Faden und lag früh zurück. Der Gegner konnte Druck über Aufschläge erzeugen und setzte sich mit 17:25 durch. Im vierten Durchgang sah es schon fast nach einem Entscheidungssatz aus, doch nun zeigte der WTB was Teamgeist und Mannschaftssport bedeutet. Mit einem unbedingten Willen wurde um jeden Ball gekämpft. Punkt für Punkt kämpfte man sich heran. Doch noch immer führte Dinslaken mit 15:20. Nun kam Viktoria Clasen zum Aufschlag und ein unglaublicher Lauf begann. Die nächsten 10 Punkte fielen wie aus einem Guss. Kein Ball wollte in das Werdener Feld und der WTB drehte einen unglaublichen Satz in einen 25:20 Sieg. Insbesondere Zuspielerin Astrid Seifert und erneut Außenangreiferin Judith Heubach zeigten sich nun von ihrer besten Seite. Damit ist der Klassenerhalt im letzten Moment vollbracht.

Der Werdener TB wĂźnscht der verletzten Spielerin Pfeiffer vom Kontrahenten aus Dinslaken alles erdenkliche Gute und eine gute Besserung.

Die 1. Herrenmannschaft konnte nicht mit einem Happy End aus der Relegation gehen. Zunächst hieß der Gegner SV Bedburg-Hau. Der Kontrahent, der nur knapp am direkten Aufstieg scheiterte lieferte dem WTB von Beginn an einen harten Kampf. Das Werdener Team, welches ohne Trainer antreten musste, fand kein passendes Mittel gegen die Block und Abwehrstärke des SVBH. Zwar überzeugte Thorsten Rathjen immer wieder mit starken Netzaktionen, aber dennoch fielen die entscheidenden Bälle auf der Werdener Seite ins Feld.

Der Werdener Block stand gut!
Der Werdener Block stand gut!

Doch auch hier konnten sich die Werdener ihren Fans sicher sein. Immer wieder gingen Gesänge durch die enge Turnhalle, so dass der WTB nicht aufgab. Doch die 22:25 Niederlage im ersten Satz ließ sich nicht mehr verhindern. Es entwickelte sich nun ein starkes Spiel auf hohem Niveau. Doch auch im zweiten und dritten Satz konnte der Werdener TB die entscheidenden Punkte nicht machen. Mit 24:26 verlor man beide Durchgänge und das Spiel somit denkbar knapp.

Da Bedburg-Hau bereits gegen den noch kommenden Gegner Haaner TV gewonnen hatte, stand der Aufsteiger bereits fest und der WTB muss den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten, wo man auf die eigene Zweitvertretung trifft. Doch das Spiel gegen Haan stand noch aus und der WTB wollte sich mit Anstand aus der Liga verabschieden. Dies gelang. Mit 25:22, 25:21 und 25:19 rang man den Gegner nieder, auf den man nun in der kommenden Saison erneut treffen wird.

Sven Heimeshoff