Die Richtung stimmt! Erstvertretung der Damen punktet auch unter der Woche.

Die Erstvertretung der WTB-Damen hat derzeit den Kompass feinfühlig in die richtige Richtung eingestellt und klettert nach dem vorgezogenen Spiel gegen den TB Osterfeld II vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz. Es ist vor allem die Art und Weise, wie die Werdenerinnen den ersten Dreierpack einfuhren, die Trainer Christian Perband frohen Mutes auf die kommenden Aufgaben blicken lässt. Bei der Zweitvertretung hingegen kann Übungsleiter Sven Heimeshoff nach einer 1:3-Niederlage die Ferien gut gebrauchen.

WTB I 3:1 TB Osterfeld II

Bereits zum zweiten Mal hintereinander konnte Perband auf einen prall gefĂĽllten Kader zurĂĽckgreifen – und das, obwohl das Aufeinandertreffen mit dem Turnerbund aus Oberhausen aus terminlichen GrĂĽnden bereits unter der Woche stattfand. Dass eine volle Besetzung jedoch nicht mit voller Leistungsstärke einhergeht, wurde zum Auftakt der Partie ebenfalls deutlich. „Es ging alles ganz schnell“, schilderte Perband den schläfrigen Beginn seiner SchĂĽtzlinge, die – grade auf dem Feld angekommen – blitzartig mit 1:12 in RĂĽckstand lagen. Es war Zuspielerin Schwarzkopf, die in der Folge den Muntermacher spielte und ihre Mitspielerinnen durch gefĂĽhlvoll getimte Bälle aufweckte. Boland und Wewers schĂĽttelten dann auch die letzte MĂĽdigkeit ab und verwerteten die Zuspiele Schwarzkopfs bis zum Ausgleich und schlieĂźlich zur 1:0-SatzfĂĽhrung. Der zweite Abschnitt entpuppte sich als Dublette: Erneut mussten die WTB-Damen mit viel Aufwand einen RĂĽckstand umbiegen, ehe der kämpferische Mut mit dem 25:18-Satzgewinn belohnt wurde. Im Wissen, die Kontrahentinnen auch bei einem RĂĽckstand noch spielerisch beherrschen zu können, nistete sich im dritten Satz der Schlendrian in die rot-weiĂźen Reihen ein. „Zu viele Annahme- und Aufbaufehler“, monierte Perband, „machten es dem Gegner leicht, zu Punktgewinnen zu kommen.“ Nachdem Osterfeld den ersten Satzball nutzte, mussten die Oberhausenerinnen im vierten Satz mitansehen, wie ihre aufkeimende Hoffnung zu Staub zerfiel. Perband stellte um: Kulik und Portmann brachten ĂĽber die AuĂźen- und Diagonalposition eine neue Dynamik ins Spiel des WTB und sorgten mit Cleverness im Angriff und Wucht in den Aufschlägen fĂĽr den ersten wohltuenden Dreier der Saison.

WTB II 1:3 SG MTG Horst/ TVG Steele

Im vorgezogenen Spiel unter der Woche gegen die Spielgemeinschaft aus den Essener Stadtteilen Horst und Steele brauchte Sven Heimeshoff nur bedingt seiner eigentlichen Tätigkeit als Trainer nachkommen, denn das junge Team stellte sich durch einen grippalen Personalengpass „quasi von alleine auf“, wie Heimeshoff zähneknirschend einräumte. Zwar gewann der Aufsteiger aus Werden den ersten Satz, doch von da an ging es langsam aber stetig in eine spielerische Talsohle, aus der sich die WTB-Damen nicht mehr herausarbeiten konnten. So resultierte „ein klassisches Aufschlag-Annahme-Spiel auf keinem hohen Niveau“, so der Übungsleiter. „Ich bin froh, dass jetzt Ferien sind. Vielleicht hilft die Pause etwas, um den Rhythmus im Anschluss wiederaufzunehmen.“ Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Newcomer in der Bezirksklasse mit vier Punkten aus drei Spielen eine mehr als respektable Bilanz vorzuweisen haben.

B.L.