Zeit zum Durchatmen

Die Erstvertretung der Herren kann Durchatmen. Zumindest bis zum nächsten Spieltag, denn der 3:1-Sieg gegen den TV Voerde spülte die WTB-Volleyballer aus dem dicht gedrängten Tabellenkeller in das obere Mittelfeld des Tableaus der Landesliga. In den kommenden Spielen bis zur Winterpause wird sich jedoch zeigen, ob es sich dabei nur um ein Strohfeuer handelt oder ob die WTBler einen langen Atem beweisen können.

Herren

Landesliga – WTB I 3:1 TV Voerde II

Betrachtet man den bisherigen Saisonverlauf des WTB I, so besteht bei Leuten mit schwachen Nerven akute Schwindelgefahr. Die einzige Serie, die die Werdener bisher hinlegen konnten, bestand aus zwei Niederlagen nach dem erfolgreichen Saisonauftakt. Von da an jagte ein Höhenflug die nächste Bruchlandung, sodass die rote Zone am Tabellenende wie ein klebriges Kaugummi an den Fersen der Akteure haftete. Doch mit dem Sieg gegen den TV Voerde II hat sich der WTB nicht nur etwas Luft verschafft, sondern auch einen Konkurrenten mit in den Sog des Abstiegssumpfes gezogen. Dass konträr zum Ergebnis die Formkurve zum Auftakt der Partie jedoch ganz unten lag, ist schon beinahe selbstredend. 0:4 leuchtete auf der Anzeigetafel auf, ehe die Rot-Weißen ihren Mut auf dem Feld wiederfanden und den Spielaufbau der Konkurrenz mit wuchtigen Aufschlägen früh störten. Das kontrollierte Risiko in den Aufschlägen entwickelte sich zum Patentrezept für schnelle Punkte, der TV schoss in der kleinen Halle die Services ebenso schnell von der eigenen Hand an die Decke, wodurch der WTB den Rückstand zügig drehte und auf 25:14 stellte. Von dieser eigenen Energieleistung berauscht ließen die Volleyballer von der Brehm im zweiten Abschnitt den Druck im Spiel vermissen, als es Spitz auf Knopf stand. Voerde gelang der Satzausgleich, doch mit dem dritten Satz bog der WTB endlich mit Höchstgeschwindigkeit auf die Siegerstraße ein und zog bis zum Abpfiff mit Vollgas durch. Thorsten Rathjen war der Baumeister einer turmhohen Mauer entlang der Netzkante und prellte Ball um Ball zurück in das Quadrat der Konkurrenz vom Niederrhein. Dank der Satzergebnisse von 25:18 und 25:21 wurden die drei Punkte unter Dach und Fach gebracht. Gegen den Aufstiegsaspiranten TB Osterfeld kann am nächsten Spieltag das Abstiegsgespenst mit weiteren Punkten bereits in weite Ferne gejagt werden.

Bezirksliga – WTB II 0:3 SV Bayer Wuppertal II

Während bei der Erstvertretung ein saisonales Auf und Ab herrscht, warten die Akteure der zweiten Garde noch auf das ersehnte Hoch. Gegen den Tabellenzweiten aus Wuppertal gab es für die Newcomer in der Bezirksliga die vierte Niederlage im vierten Spiel. Konstanz, Technik und Robustheit sind drei wesentliche Attribute, die der jungen Truppe derzeit noch abgehen, um etwas Zählbares aus diesen Partien mitzunehmen. Dennoch muss für die kommende Partie gegen den Mitkonkurrenten am Tabellenende, MTG Horst III, die totale Fokussierung erfolgen, damit endlich der herbeigesehnte Brustlöser gelingt.

(Kommende Spiele: 3.12., 15h, Sportpark Löwental: WTB I – TB Osterfeld &WTB II – MTG Horst III)

B.L.