Heiß wie Frittenfett – Damen steigen in die Landesliga auf!

Finale furioso für die WTB-Volleyballer: Die Erstvertretung der Damen rauschte im ICE-Tempo durch die Saison und durfte nun als Bezirksliga-Meister die Sektkorken knallen lassen. Auch die Zweitvertretung und die Herren lagen sich nach einem gelungenen Saisonabschluss in den Armen.

Damen

Bezirksliga, WTB I 3:0 SG MTG Horst/TVG Steele

Heiß wie Frittenfett!“ Mit diesem Spruch, der auf den Aufstiegs-Shirts der Werdenerinnen zu lesen war, feierte die Erstvertretung die verdiente Beförderung in die Landesliga. Dabei war der Ausdruck eher auf den Zustand der Akteurinnen zu Spielbeginn gemünzt, denn nach einer kräftezehrenden Saison – inklusive vierzehn Spielen mit dreizehn Siegen – streiften sich die Turnerbundlerinnen die Siegesleibchen ausgelaugt, aber dennoch euphorisch nach Abpfiff über. Den Feierlichkeiten stand zunächst jedoch der letzte Stolperstein, die Spielgemeinschaft aus Steele, im Weg. Trainer Christian Perband gab ob der Unnachgiebigkeit des engsten Verfolgers aus Heiligenhaus drei Punkte als klare Vorgabe aus. „Dementsprechend hoch war allerdings auch der Druck“, gestand Perband, um mit dem ersten Anwurf erleichternd festzustellen, dass „davon im ersten Satz wenig zu spüren war.“ Der WTB setzte die SG mit starken Aufschlägen drei Sätze (25:14, 25:16, 25:19) konsequent unter Druck. Wurden die Ballwechsel stellenweise zu lasch lanciert, wurde im Angriff der Deckel drauf gemacht. Angeführt von der überragenden Außenangreiferin Linda Schanze offenbarten die Werdenerinnen ihre technische Dominanz, die sie nun zum Titel in der Bezirksliga getragen hat. Als der finale Ball das Hallenparkett im gegnerischen Quadrat touchierte und die Dämme brachen, stimmte Perband eine Eloge an seine Schützlinge an: „Souverän gespielt und dem Druck standgehalten“, applaudierte der Trainer. Es wäre jedoch nicht Perbands Manier, wenn der mit einem Augenzwinkern versehene Fingerzeig Richtung Zukunft fehlen würde, in der Souveränität und Nervenstärke „auch wichtige Eigenschaften in der Landesliga sein werden“.

Bezirksklasse, WTB II 3:2 Weseler TV II

Trotz des bereits feststehenden Tickets für die Relegation, in der die Zweitvertretung ihr Mandat der Bezirksklasse verteidigen muss, feierte das Team um Trainer Sven Heimeshoff zum Abschluss „einen verdienten Sieg“, wie der Trainer beklatschte. Noch vor der Analyse des Spielgeschehens folgte jedoch die für Heimeshoff fast schon zur Routine gewordene Bastelei am Kader. Unter all den Umstellungen hob der Übungsleiter Ruth Dalhoff, die aus dem Kreisliga-Kader der Drittvertretung aushalf, und Franziska Harbers, die trotz Fußverletzung auf die Zähne Biss, hervor. Der Auftakt war der ungewohnten Aufstellung geschuldet „unkonzentriert“, die junge Truppe habe sich „aus dem Konzept bringen lassen“, so Heimeshoff. Erst mit dem zweiten Satz, den Laura Thole und Jamie Riotte durch starke Aufschläge mit 26:24 für ihre Farben sicherten, war der WTB endgültig im Spiel. Zwar sackte im dritten Akt die Aufschlagquote „miserabel ab“, wie Heimeshoff bemängelte, doch im anschließenden vierten Satz punkteten die Werdenerinnen über den Außenangriff nach Belieben, sodass es gelang, den WTV in den Tie-Break zu zwingen. Diesen spielte der Turnerbund „wie aus einem Guß“, so der Trainer. Ohne Eigenfehler und mit viel Ruhe erspielte der WTB den 15:08-Satz- und Spielerfolg, wodurch die Akteurinnen mit einem guten Gefühl aus der regulären Saison gehen. Ein wichtiger Umstand, da sich in den kommenden Tagen entscheidet, ob und gegen wen sich in der Relegation duelliert wird.

Kreisliga, WTB III – VV Humann Essen Jungen

Die 3. Werdener Damenmannschaft trat wie die Reserve im Löwental zum abschließenden Heimspiel an. Gegen den außer Konkurrenz antretenden Kontrahenten war für die noch unerfahrene Werdener Mannschaft nicht viel zu holen. Dennoch konnte man in den ersten beiden Sätzen zweistellig punkten und durchaus zufrieden sein. Im dritten Satz zeigten dann die starken Aufschläge der Humänner, warum die Mannschaft in der inoffiziellen Tabelle die Meisterschaft gewonnen hat.

Herren

Landesliga, WTB I 3:2 Rumelner TV

Dort, wo die Erstvertretung der Damen in Zukunft antreten wird, ist das Pendant der Herren bereits etabliert. Und dass die Zukunft der Landesliga auch hier gesichert ist, ist der überzeugenden – und phasenweise mit Aufstiegs-Chancen garnierten – Saison der Werdener zu verdanken. Diese veredelten die Turnerbundler nun mit einem 3:2-Erfolg gegen den bereits feststehenden Meister und Aufsteiger aus Rumeln. Für den „versöhnlichen Saisonabschluss“, wie Kapitän Waschilowski festhielt, war der Auftakt der Partie jedoch nicht verantwortlich. Rumeln sicherte sich den ersten Satz, ehe der Kampfgeist der Werdener aufflammte. Die nahezu gänzliche Minimierung der Eigenfehlerquote in Kombination mit der gleichzeitigen Steigerung der Aufmerksamkeit in der Feldabwehr ließen die Angriffe des Favoriten wie zappelnde Fische im Sicherheitsnetz der WTBler landen. Die Sätze zwei und vier gingen mit 25:22 und 28:26 verdient an die Brehm, ehe der entscheidende fünfte Abschnitt mit „einem Bilderbuchstart“ (12:3) der Rot-Weißen eröffnet wurde, wie Waschilowski bilanzierte. Die Konkurrenz erhöhte zwar noch den Druck, doch das Punktepolster war groß genug, um den Sieg an Land zu ziehen. Damit endete für die Erstvertretung rechtzeitig zum Abschluss der „schwarze Februar“, so Außenangreifer Torben Heimeshoff, in dem der WTB über eine quälend lange Zeit keinen Sieg verbuchen konnte.

Bezirksliga, WTB II 1:3 TuS 08 Lintorf II

Am letzten Spieltag der Saison kassierte die Zweitvertretung eine 1:3-Niederlage gegen Lintorf. Den Grundstein für die Pleite legten die jungen WTBler selbst bereits zu Beginn, als der Auftakt komplett an den Turnerbundlern vorbeiging. Ohne das Gefühl, überhaupt im Spiel angekommen zu sein, wurden mit 03:25 die Seiten gewechselt, als bereits der Anpfiff zum zweiten Satz ertönte. Von da an half Trainer Anthis auf dem Hallenparkett aus und stabilisierte die wackelige Annahmereihe. Die WTBler zeigten nun, dass man auf Bezirksliganiveau mithalten kann, und stellten den 25:17-Satzausgleich her. Zwar preschte Lintorf in den folgenden zwei Sätzen zum Erfolg, doch der WTB verließ das Hallenparkett und damit die Saison durch aus zufrieden, da phasenweise guter Volleyball gezeigt wurde.

B.L.

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