Ungewöhnliche Serien

Die Werdener Volleyballer*innen sind Gewohnheitstiere. So zieht sich eine Schwächephase zu Beginn des ersten Satzes traditionell durch alle Mannschaften, ungeachtet des Alters oder Geschlechts. Die erste Damenmannschaft des WTBs arbeitet aber an einem etwas unorthodoxen Rekord: In sechs Spielen erreichten sie fünfmal das Tie-Break. Die zweite Mannschaft hingegen machte eine ähnlich beeindruckende Serie des Gegners zunichte, nach vier Spielen ohne Satzverlust setzten sie den ersten Nadelstich.

Jugend
wU13 Oberliga
WTB – DJK Tusa 06 Düsseldorf 0:2 (7:25, 13:25)
TSV Bayer Leverkusen – WTB 2:0 (25:13, 25:14)

Die jüngste Mädchenmannschaft des WTBs stand am vergangenen Sonntag vor einer schwierigen Aufgabe gegen die beiden Spitzenreiter ihrer Liga. Im ersten Spiel gewöhnte sich die Mannschaft nur langsam an die schweren Aufschläge der Erstplatzierten aus Düsseldorf und musste sich trotz einiger starker Aktionen geschlagen geben.

Auch im Anschlussspiel gegen die Tabellenzweiten ging der Aufschlagterror der Gegnerinnen weiter. Im zweiten Satz schafften die Werdenerinnen es aber auch, ruhige und kontrollierte Bälle zu spielen, womit sie das gegnerische Team mehrmals zum Wanken brachten. Die älteren Mädels von Bayer Leverkusen behielten trotzdem die Nerven und konnten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden.

wU16 Oberliga
WTB II – VV Schwerte 0:2 (21:25, 11:25)
VV Schwerte – WTB 0:2 (6:25, 9:25)
WTB – WTB II 2:0 (25:8, 25:6)

Die erste und zweite Mannschaft richteten gemeinsam den Heimspieltag im Löwental aus. Erst nahmen sie sich jeweils den Gast VV Schwerte zur Brust, bevor sie dann die letzte Partie des Tages gegeneinander austrugen. Für die erste Mannschaft ist ein Platz in den Qualifikationsturnieren nahezu sicher und auch das Erreichen der Westdeutschen Meisterschaften wirkt für den ungeschlagenen Tabellenführer sehr möglich.

Als klarer Außenseiter trat zunächst die Zweitvertretung an. Die Mannschaft konnte sich durch klare Spielzüge, mutige Angriffe und sichere Aufschläge im Spiel halten und viele Punkte erkämpfen. Leider hat es am Ende nicht für einen Sieg gereicht.

Im Anschluss rächte dann die erste Mannschaft ihren Gegenpart. Von Anfang an fand das Team angeführt von Kapitän Romy Zumdick gut in die Partie und ließ den Kontrahentinnen keine Chance. Allen Spielerinnen gelang es bereits mit dem eigenen Aufschlag soviel Druck zu erzeugen, dass kaum ein Spiel zustande kam. So verhinderte man, dass die Gegnerinnen in den zweistelligen Punktebereich vordrangen.

Damit war der Punktehunger der Mannschaft aber noch nicht gestillt, als nächstes nahm man sich die Vereinskameradinnen vor. Obwohl man etwas fahrig startete und die zweite Mannschaft sich nie aufgab, kam es punktetechnisch fast zu einer Wiederholung des zweiten Spiels.

Mit diesem Sieg steht jetzt nur noch ein Spieltag aus, in dem es für die erste Mannschaft darum geht, die Meisterschaft zu holen und damit ein möglichst einfaches Los in den Qualifikationsturnieren zu bekommen. Die zweite Mannschaft hat dagegen noch die Chance, im Schlussspurt sich vom letzten Tabellenplatz zu lösen und bis in die obere Tabellenhälfte vorzudringen.

U13 Bezirksliga (gemischt)
Moerser SC Mädchen II – WTB Mädchen II 1:2 (25:19, 15:25, 9:15)

Die Werdener Mädchen konnten einen gelungenen Saisonauftakt gegen den Moerser SC feiern. In einem hart umkämpften Spiel konnte man den Satzrückstand ausgleichen und dann das Tie-Break für sich entscheiden. Voller Optimismus kann man nun die nächsten Spiele angehen.

mU16 Bezirksliga
ART Düsseldorf – WTB 0:2 (12:25, 23:25)
WTB – Holzheimer SG 2:0 (25:22, 25:20)

Für die Spieler der U16 ging es darum, einen durchschnittlichen Saisonstart mit vier Punkten aus vier Spielen ein wenig aufzuwerten. Die Mannschaft startete dominant gegen die Düsseldorfer und gewann den ersten Satz deutlich. Im zweiten Spiel schmolz der Vorsprung dann deutlich, reichte aber dennoch für einen insgesamt souveränen Sieg.

Die zweite Begegnung dagegen verlief deutlich knapper. In beiden Spielen verblieb der Gegner stets in Schlagdistanz, am Ende konnten aber auch hier die Werdener das Spiel in nur zwei Sätzen beenden und damit ihre Punkte in der Tabelle verdoppeln.

Erwachsene
Verbandsliga Frauen
TSV Bayer Dormagen – WTB 3:2 (20:25, 21:25, 25:19, 28:26, 15:6)

Wenn die ersten Damen des WTBs eins sind, dann konstant. Zum fünften Mal in sechs Spielen verlor man knapp im Tie-Break. Wie üblich startete die Mannschaft gut und konnte die ersten beiden Sätze für sich entscheiden. Diesmal konnte man den gewohnten Einbruch sogar vermeiden und die Disziplin blieb auch im dritten Satz erhalten. Dennoch verloren Aufschläge und Angriffe zusehends ihre Effektivität.

Die Konsequenz: Der Gegner wurde immer sicherer. Satz drei ging verloren und auch bei Satz 4, der bis tief in die Verlängerung ausgetragen wurde, reichte es knapp nicht. Im Tie-Break waren Kraft und Selbstvertrauen dann aufgebraucht und das Team konnte in den finalen Momenten nicht mehr wirklich mithalten.

Einen positiven Effekt haben diese knappen Niederlagen jedoch: Punktetechnisch steht die Mannschaft in der Liga nicht schlecht da, momentan auf Platz sieben von zehn. Die beiden darüberliegenden Plätze sind, obwohl beide Mannschaften zwei Siege mehr haben, mit keinem bzw. einem Punkt Abstand durchaus in Schlagdistanz. Und auch die Resilienz des Teams nimmt spürbar immer weiter zu, aus den bisherigen Prüfungen könnte am Ende eine starke, zusammengeschweißte Truppe hervorgehen.

Bezirksliga Frauen
DT Ronsdorf – WTB II 3:1 (25:16, 18:25, 25:18, 25:8)

Am Samstag standen die zweiten Damen gegen den satzverlustfreien Tabellenführer DT Ronsdorf vor einer sehr schweren Aufgabe. Der Landesligaabsteiger war klarer Favorit gegen das junge Werdener Team. Nach einer kurzen Phase des Ankommens und einer Auszeit bei einem frühen sechs-Punkte-Rückstand zeigte sich der WTB allerdings durchaus in Form und auf Augenhöhe.

Dies zeigte sich insbesondere im zweiten Satz. Gegen überraschte Kontrahenten spielte die Werdener Reserve wie aus einem Guss. Zuspielerin Marlene Thamm setzte alle Angreiferinnen ein und diese punkteten konsequent. Auch im Blockspiel zeigte man sich verbessert, insbesondere Mittelblockerin Olivia Rünz war präsent und stellte die gegnerischen Angreifer vor Probleme. Mit 25:18 fügte man dem Spitzenreiter den ersten Satzverlust zu.

Im weiteren Spielverlauf konnte man leider dieses starke Level nicht mehr ganz halten und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. Doch Trainer Sven Heimeshoff schaut nun optimistisch in die kommenden Partien im Abstiegskampf der Bezirksliga.

Landesliga Männer
WTB – Rumelner TV II 0:3 (16:25, 23:25, 25:27)

Die Erstvertretung der Herrenmannschaften hatte ein Duell mit dem direkten Tabellenkonkurrenten aus Duisburg. Ein Sieg würde nicht nur ein wichtiger Schritt weg von der unteren Tabellenhälfte und den dort lauernden Abstiegsplätzen bedeuten, sondern würde die Mannschaft auch fest auf dem dritten Platz verankern und zumindest in der Nähe der Aufstiegsplätze halten.

Leider konnte man diese Gelegenheit nicht nutzen. Obwohl die Annahme über weite Strecken des Spiels stabil war und der Gegner viele Aufschlagfehler verursachte, hatte man im Angriff und in der Verteidigung das Nachsehen. Die eigenen Angriffe hatten nicht genug Durchschlagskraft, um die starke Abwehr des Gegners zu überwinden und die Gegenangriffe nutzten eiskalt die Schwächen in der Werdener Defensive aus. Trotzdem gestaltete man das Spiel knapp, am Ende wäre zumindest ein Satzgewinn auf jeden Fall möglich, vielleicht sogar verdient gewesen.

Bezirksliga Männer
WTB III – VV Humann Essen VII 3:1 (17:25, 25:17, 25:16, 25:19)

Mit leichter Verzögerung trat die dritte Mannschaft der Werdener Herren, die personengleich mit der U18 des WTBs ist, an diesem Wochenende gegen den Nachwuchs von VV Humann an. Die Technik streikte und so musste man sich letztlich eher traditionell mit Stift, Zettel und Strichlisten behelfen, statt das Spiel komfortabel auf dem Tablet zu dokumentieren.

Die Jungs von Werden begannen nervös und mit vielen Aufschlagfehlern, gleichzeitig war gegen den starken Block von Humann kaum ein Durchkommen. So ging der erste Satz verloren. Für den zweiten Satz erfolgte eine Taktikumstellung, die in der Folge auch Früchte zeigte: Es wurde viel mehr mit Tricks, Technik und gutem Auge gespielt, wodurch der Block der Humänner oft umspielt werden konnte. Dies führte gemeinsam mit einer insgesamt starken Mannschaftsleistung zum gewünschten Erfolg in den folgenden Sätzen, die die Werdener souverän für sich entschieden. Hervorzuheben ist das abwechslungsreiche Zuspiel des Mannschaftskapitäns Milan Fechner sowie seine zahlreichen Rettungsaktionen, die erheblich zum verdienten 3:1 Sieg der WTB-Jungs beitrugen. Besonders hervor hob der Trainer Max Fechner im Anschluss das Schiedsgericht von MTG Horst, das hervorragend mit den technischen Problemen und der ungewohnten Protokollierung des Spiels umging.