Für die Volleyballer ging am Wochenende nicht nur die Winterpause zu Ende, sondern begann auch die Rückrunde. Fast jede Mannschaft durfte den Auftakt auf heimischem Boden in der Sporthalle im Löwental bestreiten. Viele dieser Duelle waren Stadtderbys gegen TuSEM Essen oder MTG Horst, in zwei der Begegnungen standen auf beiden Seiten Mannschaften vom WTB.
Verbandsliga Frauen
WTB – TuSEM Essen 1:3 (25:16, 17:25, 17:25, 20:25)
Optimistisch und voller Siegeswillen begrüßte die erste Damenmannschaft den direkten Konkurrenten TuSEM. Nach einer unglücklichen Hinrunde mit vielen knappen Niederlagen wollte man sich direkt mit einem Befreiungsschlag zurückmelden. Den Auftaktsatz konnte man dominieren und eindeutig gewinnen. In den folgenden Sätzen drehten die Damen vom TuSEM beeindruckend auf und übernahmen ab dem zweiten Satz die Kontrolle. Es folgten intensive und oft unfassbar lange Ballwechsel, denn die Werdener Spielerinnen gaben nicht kampflos auf. Am Ende fehlte trotz beeindruckenden Kampfes manchmal etwas Durchschlagskraft und daher gingen die nächsten drei Sätze an TuSEM. Nun heißt es Kraft schöpfen und sich den Siegeshunger bewahren, denn nächste Woche geht es zu dem aktuellen Zweitplatzierten nach Düsseldorf.
Bezirksliga Frauen
WTB II – TuS 08 Lintorf II 3:0 (26:24, 25:9, 25:19)
Einen Tag nach dem Erfolg im Pokal folgte am Sonntag direkt das wichtige Ligaspiel der Werdener Reserve gegen den Tabellenletzten aus Lintorf. Hatte man im Hinspiel noch mehr als deutlich die Sätze für sich entscheiden können, erwartete Trainer Sven Heimeshoff, dass sich die junge Lintorfer Mannschaft seit dem letzten Aufeinandertreffen deutlich verbessert haben würde und in den kommenden Spielen noch einige Gegnerteams ärgern könnte, so auch die Werdenerinnen im ersten Satz.
Beim Stand von 10:9 gelang den Gästen eine acht Punkte Aufschlagserie. Doch auch die Werdener Mädchen zeigten nun, dass sie Rückschläge verkraften und auch bei großem Rückstand nicht aufgeben. Verteilt auf gleich drei Spielerinnen egalisierte man den Rückstand durch druckvolle Aufschläge und aufmerksames Abwehrspiel, bevor das Team den Satz in der Verlängerung für sich entschied. Nun hatte man den Rivalen demoralisiert und konnte selbst im zweiten Durchgang seinen stabilsten und stärksten Volleyball zeigen. Mittelblockerin Olivia Rünz brachte eine sieben Punkte Aufschlagserie mit zahlreichen direkten Punkten durch. Im letzten Satz setzte man sich kontinuierlich ab, erneut war es Rünz, die drei direkte Aufschlagpunkte zu einer komfortablen Führung beisteuerte, bevor sich Lintorf noch einmal aufrappelte. Doch der Werdener 25:19 Erfolg war nicht mehr zu verhindern. Damit holt man zwei Siege an einem Wochenende und drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Am kommenden Wochenende geht es gegen Bayer Wuppertal II. Dem Tabellendritten nahm man im Hinspiel einen Satz ab und hofft nun auf mehr.
Bezirksklasse Frauen
WTB IV – WTB III 0:3 (11:25, 17:25, 12:25)
Das vereinsinterne Duell ging in die zweite Runde. Im Hinspiel hatte sich die dritte Mannschaft, die die Hinrunde ungeschlagen abschloss, durchsetzen können. Aber auch die vierte Mannschaft steht momentan im oberen Tabellenmittelfeld gut da. Sich rächen für die Hinspielniederlage konnte man sich aber nicht. Die Tabellenführerinnen spielten das Spiel sauber und ungefährdet runter und halten so weiter an ihrer Serie fest.
Kreisliga Frauen
WTB V – MTG Horst IV 3:1 (25:22, 17:25, 25:23, 25:17)
Eine schwierige Aufgabe hatten die Damen V des WTBs bei ihrem Heimspiel vor sich: Der Tabellenerste MTG Horst IV hatte von sechs Spielen bisher jedes in der Hinrunde gewonnen, die Ausrichterinnen dagegen nur vier Partien. Es folgte ein packendes Match, in dem die Werdenerinnen sich nie aufgaben und selbst Rückstände von teilweise acht Punkten mit viel Kampf- und Teamgeist aufholen konnten. Die eigene Halle verwandelten die Spielerinnen außerhalb des Feldes sowie die Eltern von der Tribüne aus zunehmend in einen Hexenkessel, was die Gegnerin verunsicherte und die eigene Mannschaft zu Höchstleistungen antrieb. Gerade in Aufschlag und Angriff konnte das Werdener Team seine Dominanz zeigen. Lediglich im zweiten Satz gerieten die Gastgeberinnen, möglicherweise vor Anspannung, kurz ins Straucheln. Doch im dritten Satz konnte man sich wieder fangen und dann im vierten schließlich die Siegesserie von Horst beenden.
„Es war das beste Spiel, das ich je erlebt hatte“, fasste eine der Spielerinnen danach zusammen und entsprach damit sicherlich auch dem Fazit der anderen. Trainerin Nataly Naeschke und Cotrainer Steven Schönke waren sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft und freuen sich auf eine spannende RĂĽckrunde.
Landesliga Männer
MTG Horst II – WTB 3:2 (22:25, 25:17, 26:28, 25:18, 15:6)
Am Samstagnachmittag begann auch für die ersten Herren die Rückrunde. Am Ende der Hinrunde war man mit dem fünften Tabellenplatz nicht glücklich gewesen, bereits der sechste Platz würde die Relegation bedeuten und war vom punktgleichen Kontrahenten TV Voerde besetzt. In Horst II sah man eigentlich trotz der knappen Niederlage in der Hinrunde einen gut schlagbaren Gegner. Das Team überzeugte mit starken Angriffen über alle Positionen und erspielte sich eine 2-zu-1-Führung in Sätzen. Besonders der abgegebene zweite Satz zeigte aber, wie gefährlich das sichere und abwehrstarke Spiel von Horst sein konnte.
Im vierten Satz schien es, als hätte sich der Werdener Angriff an der Horster Verteidigung die Zähne ausgebissen und das Spiel wurde vorsichtiger, beinahe passiv. Auch im fünften Satz erholte sich der WTB nicht mehr von dem Verlust des vierten Satzes und musste sich mit nur einem Tabellenpunkt, anstatt der erhofften drei Punkte, geschlagen geben. MTG Horst ist damit zunächst dem Abstiegskampf entkommen, für die Werdener könnte es beim nächsten Spieltag gegen Voerde die Vorentscheidung um den Relegationsplatz geben.
Bezirksliga Männer
WTB III – WTB II 1:3 (19:25, 25:15, 10:25, 24:26)
Zum Rückrundenauftakt trafen die Herren 2 auf die Herren 3 zum internen Verfolgerduell. Aufgrund der größeren Erfahrung ging die Zweitvertretung als leichter Favorit ins Match gegen die im Saisonverlauf immer besser performende Nachwuchsmannschaft.
Die zweite Herrenmannschaft erwischte den besseren Start, kam gut ins Match und gewann Durchgang 1 mit 25:19. Danach hatten die dritten Herren aber ihre Nervosität abgelegt, spielten befreiter auf, setzten den Gegner immens unter Druck, profitierte aber auch von dem sehr fehlerbehafteten Spiel der älteren Vereinsmitglieder und konnten in Sätzen ausgleichen.
Nun legte die Zweitvertretung jegliche Zurückhaltung ab. In Kombination mit einer unglücklichen Verletzung vom gegnerischen Zuspieler Milan Fechner, die die junge Mannschaft zusätzlich aus dem Tritt brachte, konnten die Routiniers erneut in Führung gehen.
Doch wer jetzt glaubte, dass damit die Vorentscheidung gefallen war, irrte gewaltig. Ersatzzuspieler Felix Meißner hatte sich inzwischen mit dem Rest der dritten Mannschaft gefunden und auch der Schock war jetzt überwunden. Der 4. Satz war komplett ausgeglichen und lieferte ein hohes Niveau. Eine zwischenzeitliche Führung der jüngeren Mannschaft von 22:19 konnte die Zweitvertretung noch gerade eben mit 23:23 neutralisieren. Mit etwas Glück gelangen der 2. Herren dann die nächsten beiden Punkte, so dass sie das Match denkbar knapp für sich entscheiden konnten. Vermutlich hätten die Nachwuchstalente des WTBs ein Tie-Break verdient gehabt, aber wer weiß, ob das dann alle Nerven in der Halle durchgehalten hätten.