Ein bisschen die Spitzenreiter ärgern…

Kurz vor Ende der Saison ist bei vielen Werdener Mannschaften die Entscheidung über Auf- und Abstieg bereits gefallen. Man kann also nur noch schauen, ob man den Aufstiegskandidaten vielleicht noch etwas das Leben schwer machen kann. Dazu hatten direkt drei Werdener Mannschaften die Gelegenheit, mit gemischten Resultaten.

Verbandsliga Frauen
Werdener TB vs. SV Bedburg-Hau 1:3 (20:25, 25:21, 17:25, 17:25)

Der Plan ging am Ende wohl nicht auf: Trotz der tabellarischen Überlegenheit der Gegnerinnen aus Bedburg-Hau hatte sich die erste Damenmannschaft des WTB fest vorgenommen, den Kontrahentinnen im Aufstiegsrennen zur Oberliga zumindest einige Punkte abzunehmen. Stattdessen mussten die Werdenerinnen trotz mehreren starken Phasen im Spielverlauf eine weitere Niederlage hinnehmen.

Das Spiel erinnerte dabei stark an die Hinrunde: Der WTB hielt phasenweise gut mit und konnte sich wichtige Punkte sowie einen Satzgewinn erkämpfen. Immer wieder wurde deutlich, dass gegen den sieben Plätze höher platzierten Gegner durchaus mehr möglich ist.

Am Ende reichte es dennoch nicht und das zwischenzeitlich hohe Energielevel, das es für einen Punktgewinn gebraucht hätte, konnte über die gesamte Spielzeit hinweg nicht gehalten werden. Damit ist auch das letzte Heimspiel der Saison und zugleich das letzte Heimspiel in der Verbandsliga für die Werdenerinnen absolviert. Die Mannschaft zeigt sich dankbar für die große Unterstützung des heimischen Publikums während der Saison und richtet den Blick nun auf das letzte Auswärtsspiel. Dort wartet mit dem punktlosen Tabellenabsteiger aus Dingden ein Gegner, gegen den sich der WTB möglicherweise noch einen erfolgreichen Saisonabschluss sichern kann.

Bezirksliga Frauen
Werdener TB II vs. ASV Wuppertal 3:2 (25:15, 18:25, 24:26, 25:19, 15:10)

Im vorletzten Saisonspiel stand die Werdener Reserve unter Druck, allerdings im positiven Sinne. War vor Saisonbeginn noch unklar, wohin die Reise geht, spielte man von Anfang an um die Spitze mit und hat nun die Chance, die Aufstiegsrelegation Richtung Landesliga zu erreichen. Um nicht auf Patzer der Konkurrenz hoffen zu müssen, muss der WTB die beiden letzten Spiele der Saison gewinnen.

Somit stand gegen den ASV Wuppertal das erste von zwei Endspielen auf dem Plan. Nach einem starken Beginn brauchte die krankheitsbedingt geschwächte Kira Schönke eine Pause und die Kontrahentinnen konnten im zweiten Satz ausgleichen. Im dritten Satz fand man wieder besser in die Partie, konnte aber weiterhin in der Annahme die druckvollen Aufschläge der Wuppertalerinnen nicht entschärfen. Entsprechend verlor man auch den dritten Satz knapp. Nun war der Druck groß, nur mit einem Sieg würde man den zweiten Rang von MTG Horst II zurückerobern. Das Team konnte rechtzeitig die Annahme stabilisieren und auch im eigenen Aufschlag wieder konstanter agieren, vor allem die wieder einsatzfähige Kira Schönke brachte Druck von der Grundlinie im Satzfinale. Es kam zum entscheidenden Tie-Break. Bis zur Satzmitte war es noch ausgeglichen, dann ging Kapitän Romy Zumdick mit sechs erfolgreichen Aufschlägen in Serie voran und brachte dem Team die wichtigen zwei Punkte.

Nun hat man ein Finalspiel am 22. März gegen MTG Horst I. Mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg darf man sicher am ersten Maiwochenende um den Landesligaeinzug spielen.

Werdener TB III vs. Velberter SG 0:3 (15:25, 13:25, 17:25)
Werdener TB III vs. Eintracht Spontent II 0:3 (8:25, 16:25, 21:25)

Für die Damen III des WTB stand ein kleiner Saisonendspurt an. Am Samstag trat man gegen die Velberter SG an und am folgenden Montag musste man sich in einem verschobenen Spiel gegen Eintracht Spontent behaupten. Beide Mannschaften sind in der unteren Hälfte der Liga, es war also eine Gelegenheit, vielleicht doch noch ein paar Sätze oder sogar einen Sieg mitzunehmen.

Gegen Velbert begann der erste Satz mit ein paar Startschwierigkeiten, jedoch war, als sich Werden wieder gefasst hatte, der Abstand schon zu groß, um wieder aufzuholen. Der zweite Durchgang startete ausgeglichen, jedoch fiel Werden zur Mitte des Satzes in ein kleines Tief. Velbert nutzte diese Möglichkeit, um den Abstand zu vergrößern und im Endeffekt auch diesen Satz zu gewinnen. Im dritten Satz gaben die Spielerinnen nochmal alles, mussten sich aber auch hier geschlagen geben.

Gegen Spontent zeigte sich dann leider ein ähnliches Bild. Man brauchte zu Beginn zu lange, um in den Satz hineinzufinden. Im Verlauf des Spiels konnte das Team dann mehr und mehr mithalten und setzte die Gegnerinnen zum Ende des dritten Satzes ordentlich unter Druck. Am Ende sollte es aber auch hier nicht reichen.

Nun heißt es in der Saisonpause die Wunden zu lecken, weiterhin etwas an der Annahme zu arbeiten und dann hoffentlich in der Bezirksklasse direkt, um die Tabellenspitze mitzuspielen.

Bezirksklasse Frauen
Werdener TB IV vs. MTG Horst III 3:1 (25:21, 18:25, 25:20, 25:21)

Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten MTG Horst beendet die vierte Damenmannschaft als erste Werdener Erwachsenenmannschaft ihre Saison. Durch diesen Erfolg kann man zwar leider nicht mehr an der MTG vorbeziehen, sichert aber den vierten Platz gegen TuSEM Essen ab.

Kreisliga Frauen
VV Humann Essen VI vs. Werdener TB V 3:0 (25:9, 25:21, 25:6)

Mit Humann stand den Werdener Nachwuchsspielerinnen eine sehr schwierige Aufgabe bevor. Humann spielt zurzeit um die Aufstiegsrelegation und setzt immer wieder Spielerinnen ein, die parallel auch in höherklassigen Mannschaften unterwegs sind. Den Druck, den diese in ihren Aufschlägen hatten, bekam der WTB deutlich zu spüren, besonders im ersten und dritten Satz. Im zweiten Satz, als die Schlüsselspielerinnen von Humann ausgewechselt wurden, merkte man aber schnell, dass Werden im sonstigen Spiel gut mithalten konnte. Man konnte ein Time-Out und die Rückwechslung der Schlüsselspielerinnen erzwingen, bevor man knapp unterlag. Generell war auf Werdener Seite ein sehr hübsches Aufbauspiel zu erkennen, was vermutlich noch mehr durchbrechen wird, wenn die Annahme noch etwas stabiler wird.

Landesliga Männer
Werdener TB vs. Kevelaerer SV II 2:3 (28:26, 25:19, 25:27, 26:28, 11:15)

Mit recht gedämpften Erwartungen gingen die Werdener in die Partie. Vor dem Abstieg war die Mannschaft inzwischen sicher, und gegen den Aufstiegskandidaten rechnete man sich nicht zu viele Siegchancen aus. Man wollte sich aber auch nicht unter Wert verkaufen und die Gegner nochmal richtig für den Sieg arbeiten lassen.

Entsprechend entwickelte sich ein richtig hochklassiges Spiel. Auf Werdener Seite gelang fast alles, gute Annahmen ermöglichten einen soliden Spielaufbau über Zuspieler Milan Fechner, der für den verletzten Benjamin Rosenbaum eingesprungen war und sich nahtlos in die Mannschaft einfügte. Mit kräftigen Angriffen konnte man sich immer wieder durchsetzen, während der eigene Block und die Verteidigung die Chancen der Gegner immer wieder entschärfen konnten. Plötzlich konnte man nicht nur mithalten, sondern lag regelmäßig in Führung und hatte auf einmal die ersten beiden Sätze gewonnen. In Satz drei und vier konnte man diese Leistung weiterhin abrufen und hatte mehrere Matchbälle, am Ende zeigte das Team dann doch zu viele Nerven. Am Ende nimmt man Kevelaer nur einen Punkt ab, hat aber damit trotzdem die Aufstiegshoffnungen vermutlich zunichte gemacht.

Bezirksliga Männer
Werdener TB II vs. STV Hünxe 1:3 (19:25, 20:25, 25:18, 24:26)

Der Traum vom Aufstieg ist aus. Mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten Hünxe hätte die Werdener Reserve noch eine rechnerische Chance gehabt, auch wenn sie es nicht mehr in der eigenen Hand gehabt hätte. Nun bleibt als versöhnliches Ende nur noch die Chance auf den dritten Platz, hier ist man aber neben einem eigenen drei-Punkte-Erfolg ironischerweise auf die Mithilfe von Hünxe angewiesen, die ihrerseits dem SV Heiligenhaus drei Punkte abnehmen müssen.

Werdener TB III vs. SV Heiligenhaus 0:3 (20:25, 8:25, 17:25)

Auch für die dritte Herrenmannschaft ist alles entschieden, sie wird in der nächsten Saison leider in der Bezirksklasse antreten müssen. Vor dem Spieltag gab es noch rechnerische Chance auf den Relegationsplatz, aber man hätte gegen Heiligenhaus punkten müssen, um diese Möglichkeit am Leben zu halten. Am Ende war es müßig: Der Vorletzte, VC Essen-Borbeck, konnte selbst punkten und damit das Schicksal der Werdener besiegeln. Nun bleibt nur noch die Gelegenheit, sich im letzten Spiel gegen Borbeck etwas Genugtuung zu verschaffen und zumindest mit zwei Siegen aus der Saison zu gehen.