Relegationskampf

Sowohl die erste Damenmannschaft als auch die erste Herrenmannschaft des WTBs waren in der regulären Saison knapp dem direkten Abstieg entronnen, mussten aber jetzt in der Relegation gegen je zwei Herausforderer bestehen. Um die Ligen sicher halten zu können, mussten beide Mannschaften jeweils beide Spiele gewinnen.

Relegation Verbandsliga Frauen
TSV Bayer Dormagen – WTB 2:3 (25:19, 28:26, 13:25, 16:25, 10:15)
WTB – SV Bedburg-Hau 2:3 (26:28, 25:20, 18:25, 25:12, 13:15)

 In einer spannenden Relegation um den Klassenerhalt der Verbandsliga verpasste die erste Damen am vergangenen Wochenende trotz kämpferischer Leistung in beiden Spielen am Ende knapp den Klassenerhalt. 

Im ersten Spiel traf man auf die junge Mannschaft aus Dormagen. Dort konnten sich die Gegnerinnen zunächst taktisch bedacht und mit kraftvollen Schlägen durchsetzen und sicherten sich so die ersten beiden Sätze. Doch mit einer beeindruckenden Entschlossenheit und Siegeslust schafften es die Werdenerinnen, das Spiel noch zu drehen und ein Tie-Break zu erzwingen. Dieses konnten sie dann auch noch für sich entscheiden und den ersten Sieg der Relegation einfahren.

Durch diesen knappen Sieg befand sich die Mannschaft nun in einem interessanten Szenario: Solange sie ihr zweites Spiel ebenfalls gewannen, würden sie auch die nächste Saison in der Verbandsliga spielen. Bei einer Niederlage im Tie-Break gäbe es noch sehr theoretische Chancen, eine deutliche Niederlage würde die Hoffnungen sofort zunichtemachen.

Im zweiten Spiel gegen den SV Bedburg-Hau machte sich dann die Erschöpfung vom Fünf-Satz-Spiel des Vorabends bemerkbar. Das Team hielt vor heimischer Kulisse gut dem Druck der frischen Gäste stand und konnte erneut ein Tie-Break erzwingen, bereits das Elfte der Saison. Nach mehreren Führungen auf Werdener Seite gelang den Kontrahentinnen kurz vor Ende eine Serie von vier Punkten und kurz darauf gewannen sie dann das Spiel.

Leider setzte sich dann Bedburg-Hau am Folgetag problemlos gegen Dormagen durch, wodurch der Abstieg der ersten Damen in die Landesliga dann besiegelt war. Für das Team heißt es nun „Krone richten“ und sich für die kommende Saison in der Landesliga und mit dem Ziel eines direkten Wiederaufstiegs neu sammeln. Dazu gehört auch das Finden eines neuen Trainers, der die motivierte Mannschaft durch die anstehende Saison begleitet. Volleyballbegeisterte Trainer können sich bei Interesse daher gerne beim Verein melden und mit der Mannschaft in Kontakt treten.

Relegation Landesliga Männer
SV Heiligenhaus – WTB 0:3 (23:25, 17:25, 6:25)
WTB – Kempener TV 3:0 (25:19, 25:21, 25:22)

Optimistisch und hoch motiviert gingen die Werdener Männer ihre Relegationsspiele an. Gute Leistungen zuletzt gegen die Tabellenspitze hatten die Mannschaft darin bestätigt, dass man weiterhin in die Landesliga gehört. Zusätzlich hatte man den eigenen Kader mit Nachwuchstalenten aufgestockt und trat in voller Besetzung zu beiden Spielen an. Zudem war der Trainer der zweiten Mannschaft, Marcus Hardt, für den verhinderten Konstantin Anthis eingesprungen.

Gegen Heiligenhaus geriet man dann direkt ein wenig ins Straucheln. Ein 0:3 Fehlstart im ersten Satz war gefolgt von Schwierigkeiten im Spielaufbau und Fehlern im Angriff. Im Laufe des Satzes gewöhnte sich das Team aber an den Gegner, besonders die starken Angriffe und Blöcke von Hendrik Hardt brachten dem Team Sicherheit. In der Folge übernahm man zur Satzmitte dann die Führung, verspielte diese aber fast noch. Eine essenzielle Einwechslung von Chieh Lee beim Stand von 21:21 ermöglichte es den Werdenern dann aber, den Satz knapp für sich zu entscheiden.

Im Anschluss verlor Heiligenhaus dann ein wenig die Contenance. Früh ergab sich in beiden Sätzen eine Werdener Führung und am Ende hatte Heiligenhaus nicht mehr die Stärke, Gegenwehr zu leisten.

Das zweite Spiel fand dann direkt vor dem Spiel der ersten Damen im Löwental statt. Angepeitscht durch die lautstarke Unterstützung von den anderen Mannschaften des WTBs entbrannte ein Duell auf Augenhöhe mit den Gästen aus Kempen.

Diese zeigten eine beeindruckende Athletik und eine kaum zu überwindende Abwehr, die trotz des guten Spielaufbaus und guten Abschlüssen auf Werdener Seite den Ball oftmals noch in der Luft hielten und so lange Rallys forcierten. Trainer Marcus Hardt entdeckte aber eine entscheidende Schwachstelle des Gegners auf der kurzen Sechs und fand so für sein Team eine Möglichkeit, die starke Verteidigung der Gäste auszuhebeln.

Am Ende konnte sich der WTB besonders in der „Crunchtime“ in jedem Satz vom Gegner absetzen. So kam es doch zu einem recht eindeutigen Werdener Sieg. Dadurch war wiederum auch direkt der Klassenerhalt gesichert und die Werdener Herren konnten ihre Saison doch noch erfolgreich abschließen.