WTB-Damen schlittern verschnupft ins neue Jahr

2017 begann für die Volleyballerinnen des WTB mit einer Rutschpartie: Alle drei Leistungsteams hatten das Nachsehen und mussten eisglatte Niederlagen einstecken. Auch die Erkältungs- und Grippewelle trug ihren Teil dazu bei und machte keinen Halt vor dem Turnerbund. Anders lief es für die Herren, der Werdener TB erlebt die stärkste erste Herren seit Jahren und auch die Zweite kann erste Ergebnisse einfahren.

Damen

Bezirksliga – WTB I 0:3 MTG Horst I

Gegen den altbekannten „Dauerrivalen“, wie ihn Trainer Perband bezeichnete, lief für den Turnerbund aus Werden bereits vor Anpfiff einiges schief. Das für den Coach schwer zu lösenden Personalpuzzle zerbrach durch den Ausfall zweier Mittelblockerinnen ferner zu einem regelrechten Mosaik. So schickte Perband die eben erst genesene Kleinjohann über den Mittelangriff aufs Hallenparkett, doch schon zum Auftakt offenbarten sich viele Irritationen und Abstimmungsfehler im Quadrat der Turnerbundlerinnen. Als sich dann noch „ungeahnte Schwächen im Annahme- und Abwehrbereich“ dazugesellten, wie Perband analysierte, war der erste Satz bereits verloren. Perband intervenierte, doch außer einer kurzeitigen 6:1-Führung im zweiten Abschnitt brachten auch die Umstellungen das Rad nicht zum Laufen. Stattdessen glich sich das Spiel der Werdenerinnen den frostigen Temperaturen an, und die MTG marschierte mit 25:19, 25:17 und 25:12 zu verdienten drei Punkten. Der Lichtblick an diesem unterkühlten Spieltag war zweifellos das Comeback von Zuspielerin Hüsgen, die mit einer soliden Aufschlagsleistung die Fahnen des Turnerbundes nicht gänzlich untergehen ließ.

Bezirksklasse – WTB II 0:3 TUSEM Essen III

Sven Heimeshoff, der Trainer der Zweitvertretung, hat trotz seines jungen Alters bereits viele staubige Hallenwände und Spielverläufe im hiesigen Volleyballzirkus gesehen. Damit die Zornesröte dem Coach ins Gesicht steigt, bedarf es also durchaus markanter Ausnahmefälle. Nun kann man der Frage nachgehen, ob dieser Ärger der Leistung seiner Schützlinge bei der 0:3-Niederlage gegen den Stadtrivalen geschuldet ist oder der zumindest diskutablen Schiedsrichterleistung zum Ende des ersten Satzes. Für die Anwesenden war die Frage jedoch schnell geklärt. Doch der Reihe nach: Zwar schoss Svea Lack zum Auftakt die Angaben wie Kanonengeschosse über die Netzkante, doch die Werdenerinnen präsentierten im Spielaufbau „zu viele Schwankungen“, legte Heimeshoff den Finger in die Wunde. Dennoch lag der erste Satz mit vier Satzbällen auf dem Silbertablett serviert, als die Nerven der Rot-Weißen versagten und der entscheidende Pfiff der Unparteiischen zum 28:30 zu Ungunsten des WTB fiel. Der Ärger über den unglücklichen Ausgang war noch nicht verraucht, da mussten die WTBlerinnen bereits wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Schlussendlich reichte dem Gegner „ein wenig mehr Konstanz“, so Heimeshoff, um zwei weitere Sätze an Land zu ziehen. Doch der Blick des Übungsleiters richtete sich schnell wieder nach vorne: „Es wird auch wieder gewonnen“, munterte der Trainer auf, „denn die guten spielerischen Ansätze waren deutlich zu erkennen.“ Was zumindest die Ausgangsfrage restlos beantwortet.

Kreisliga – WTB III 1:3 FS Duisburg IV

In der Regel sind Wintertransfers eher im Fußball zu verorten, doch die Drittvertretung erwischte die Grippewelle in voller Wucht, sodass Trainerin Monika Seifert mit Loreen Kunert einen Neuzugang an Land ziehen konnte, den sie gleich ins kalte Wasser warf. Kunert trainiert erst seit Jahresbeginn beim WTB III und war mit dem Läufersystem allenfalls aus einzelnen Trainingsstunden vertraut, dennoch meisterte die Newcomerin, die im Eilverfahren nachgemeldet wurde, die Aufgabe „vortrefflich“, sagte Seifert. So trug Kunert auch maßgeblich dazu bei, dem Favoriten aus Duisburg den dritten Satz durch ruhige Pässe und überlegte Angriffen mit 25:20 abzuknüpfen. Auch wenn in den beiden Abschnitten zuvor viele Eigenfehler und Abstimmungsprobleme vorausgegangen waren, die zum 0:2-Satzrückstand führten, warfen die jungen WTB-Damen Kampfkraft und Teamgeist in die Waagschale. Der finale vierte Satz deckte jedoch die Differenzen in der Aufschlagqualität auf, als der Ruhr-Rivale mit deutlich mehr Wucht und Präzision die Angaben über das Netz drosch. Die Annahme der Werdenerinnen war den Services nicht gewachsen, Duisburg stellte nach einem harten Abnutzungskampf auf 25:18 und sackte drei Punkte ein.

 

Herren

Landesliga – Werdener TB 3:0 SG Kempen/Wachtendonk

Die erste Herren des Werdener TB setzt auch zu Jahresbeginn die Siegesserie in der Landesliga fort. Die SG Kempen/ Wachtendonk erwies sich als kein ernsthafter Gegner für die Truppe von Marcus Hardt. Beim 25:20, 25:17 und 25:22 Erfolg, setzten sich die Werdener klar durch.

Damit holt man den fünften Sieg in Folge, den vierten mit 3:0. Das Team ist nun starker Dritter in der Landesliga und wird in den nächsten Spielen beobachten, ob die enteilten Tabellenführer noch einmal Federn lassen.

Bezirksliga – Werdener TB II 1:3 Tusa Kray

Im dritten Satz war es so weit, die Umstellungen des Trainergespanns Constantin Anthis und Martin Weber tragen langsam Früchte, der erste Satzgewinn gelang. Ausgerechnet gegen den Tabellendritten Tusa Kray erkämpfte man sich nach zwei 15:25 und 16:25 Niederlagen den 25:23 Satzerfolg. Im letzten Durchgang machte der Favorit dann wieder ernst und siegte mit 14:25.